27.01.2026

Wie geht das: Scheune als Stadtteiltreff?

In der tollen Entringer Zehntscheuer waren wir schon mal. Nun in der nicht minder tollen in Kilchberg - die auch unser Architekt G. Haefele (im Bild) saniert hat

Vom gesamten Auf-der-Mauer-Projekt ist die Scheune am weitesten voran­ge­schritten. Ihre Sanierung ging lange vor dem Wohn-Neubau los. Das bedeutet, dass wir gerade in schnellem Tempo Ent­schei­dungen treffen müssen - von der Küchen­ge­stal­tung bis zur Frage der Boden­beläge, der Elektrik, der künf­tigen Nut­zung und Möblie­rung. Und: sollen wir weiter für unse­ren starken Wunsch kämpfen, dass im Dach­ge­schoss eine denk­mal­kom­patible Wohn­nutzung zuge­lassen wird?
Eine kleine Exkur­sion nach Kilch­bergwar dazu super inspirie­rend - in die dortige Dorf­scheune, die nicht nur wun­derbar gestaltet ist, son­dern auch über­aus leben­dig ge­nutzt wird. Und von unse­rem Archi­tekt Gott­fried Haefele konzi­piert wurde..., der zu­gleich die Sanie­rung und Umbau unserer Unter­je­singer Scheuer plant und leitet!

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%2887%29_bearb_500kb Fachsimpeln unter Exper­ten: Archi­tekt Gott­fried Haefele (links) und Rein­hard Lüde­ritz (vom Orts­ku­ra­torium Tübin­gen der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz, die uns mit 100.000 € Denk­mal-Mitteln för­dert).

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%2880%29_Ausschn_500kb Gottfried Haefele und Vorstän­din Gabi Göhring

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%2856%29_bearb_500kb Alle Details sind interessant: Wie wurde hier umge­gangen mit uralten Bal­ken einer­seits, neuem Holz ande­rer­seits? Wo wird das alte Fach­werk belas­sen, wo von innen neu ver­putzt? Wie kann eine pas­sende Beleuch­tung aus­sehen, wie weit reichen die Fenster­öff­nungen? Braucht es zusätz­liche Strah­lungs­wärme von oben? Wohin mit den rund 70-80 Stühlen?

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%282%29_bearb_500kb 260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%2834%29_500kb Schöne Detaillösungen: Oben: der begeh­bare Glas­boden in der Decke; unten: die maß­ge­fertigte Glas-Schie­be­tür vor der Küche

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%2852%29_bearb_500kb Und für uns aus ganz praktischem Inter­esse beson­ders wich­tig: die Küche zu inspi­zieren und mit den Unter­jesinger Bege­ben­heiten zu ver­glei­chen..., denn dort müssen wir in diesen Tagen fest­legen: wo kommen welche Anschlüsse hin, wo die Spüle, wo die Elek­trik?

260130_UGL_Scheune-Kilchberg-%287%29_bearb_500kb Und schließlich total span­nend: ginge nicht doch eine denk­mal­kom­patible Nut­zung des Dach­ge­schos­ses für eine Wohn­nut­zung? In Kilch­berg sind richtig über­zeu­gende Lösun­gen bspw. für eine Gaube umge­setzt worden, die die alte Sparren­kon­struk­tion voll­stän­dig sichtbar lässt. Wir bräuch­ten ent­spre­chende Miet­ein­nahmen super-drin­gend, um u.a. die lau­fenden Unter­halts­kosten des Stadt­teil­treffs ein Stück weit zu sichern - denn auf die Stadt dürfen wir da höchst­wahr­schein­lich nicht (mehr) hoffen.... Herzlicher Dank an Ilse Werner, die uns den Zugang ermöglichte!