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Ziemlich feierlich wars der Genossenschaft zumute! So weit schon gekommen, 1 1/4 Jahre nach dem Baubeginn an der Scheune Juni '25, nur knapp 1 Jahr nach dem Spatenstich. Die beiden Feste sind uns noch bestens in Erinnerung und Roland Hechler und Gabi Göhring begrüßten herzlich zu diesem ebenso besonderen Fest - ganz besonders die zahlreichen Handwerksleute und Fachplaner. Aber auch die Winzerkapelle, die Genossenschaftsmitglieder (180 sind es mittlerweile), die vielen Ehrenamtlichen. Und freuten sich, dass von Stadt über Landkreis bis zum Land alle Ebenen prominent mitfeiern wollten - schwungvoll musikalisch umrahmt von der festlich gekleideten Winzerkapelle:
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Der Architektin Susanne Hug (Haefele Architekten) war der Stolz über das Projekt ebenfalls deutlich anzumerken: Seit vielen Monaten ist richtig heiße Phase auf dem Bau, aber es läuft auch ziemlich rund: es sind 24 Firmen beauftragt, vor Ort sind Rohbau, Zimmerer, Flaschner, Trockenbauer, HSL Installateure, Elektriker, Glaser, Dachdecker und PVMonteure. Und natürlich die Eigenleister, die zusammen mit einem Zimmerer das Dach der Scheune decken und Lehmputz in den Lehm-Staketengefachen aufbringen.
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Grußworte entrichteten u.a. Dr. Gundula Schäfer-Vogel (Bürgermeisterin Stadt Tübingen) und Nadine Knodel (Leiterin des Geschäftsbereichs Jugend und Soziales im Landratsamt Tübingen). Und Dr. Andreas Weber (Referatsleiter Sozialpolitische Grundsatzfragen und Quartiersentwicklung im Sozialministerium Ba-Wü) lobte: "Hier zeigt sich, wie Mut, Miteinander und gegenseitige Unterstützung zu lebendigen Quartieren für Jung und Alt auf beeindruckende Weise beitragen kann"
und fliegender Wechsel: Honoratior:innen runter (links), Handwerker:innen rauf
- Frank Hoffmann, unser (!) Polier von Fa. Jentz Rohbau, dankte im gereimten Richtspruch den Handwerkern, Planern und der Genossenschaft, sprach den Segen für das Haus und trank das Glas aus...
... um es zielgenau auf dem Boden zerspringen zu lassen - traditionelles Glücksbringer-Ritual auf jedem Richtfest
Richtspruch von Polier Frank Hoffmann
Mit Gunst und Verlaub nach alter Sitte,
tret’ ich hervor in dieser Mitte!
Schaut hoch, ihr Leute, groß und klein,
auf dieses Werk aus Holz und Stein!
In Unterjesingen, dem schönen Ort,
gilt heute das Handwerk Ehrenwort.
Wir feiern das Dach, das stolz nun ragt,
wo mancher geschwitzt und sich geplagt.
„Auf der Mauer“ steh'n wir heute,
und seht nur, welch erles'ne Leute!
Die Genossenschaft hat hier bewiesen,
was sonst nur auf Papier gepriesen:
Dass man mit Mut und Bürgersinn
schafft für das Dorf Gewinn!
„Unterjesingen.gut.leben“ – die gemeinsam zusammen stand,
das dieses große Werk erfand
Hier wächst ein Ort für Jung und Alt,
der Herzlichkeit im Alltag strahlt.
18 Wohnungen, modern und frei,
für jedermann barrierefrei,
dazu die Pflege-WG im Haus
hier lagert keiner Alter aus!
Und drunten zieht der Arzt noch ein,
besser könnt' es doch gar nicht sein!
Doch schaut euch um, was dort noch steht,
wo alter Geist durch Balken weht:
Die Scheuer aus dem Jahr 1679,
sie stand schon da, als vieles flüchtig.
Sie wird saniert mit treuer Hand,
als Heimat für das ganze Land!
Ein Bürgertreff für Schwatz und Wein,
hier zieht das Leben künftig ein!
Dank sei den Planern und Genossen,
die Schweiß und Tränen hier vergossen.
Dank den Handwerkern, Maurer- und Zimmermannsleut’,
die Stein auf Stein gefügt bis heut’.
Das erste Glas dem Bauteam gilt,
das fleißig diesem Wunsch erfüllt.
Uns Handwerkern, Planern und Baubegleiter im Bund,
sie bauten sicher auf gutem Grund!
So erhebe ich das Glas gefüllt mit dem Wein der Reben,
und lasse uns mit vollem Stolz Hoch leben.
HOCH! HOCH! HOCH
Das zweite Glas der Bauherrschaft,
die mit Mut und genossenschaftlicher Kraft,
dieses Werk für Unterjesingen erdacht,
und heute zum Richtfest zusammengebracht.
Nach guter alter Tradition, so soll es sein,
drum leere ich das Glas voll Wein.
3 mal hoch sollt ihr Leben,
und nach dem besten sollt ihr streben.
HOCH! HOCH! HOCH
Nun fleh ich zu Gott mit weisem Sinn,
er halte schützend die Hände drin.
Bewahre die Häuser vor Feuersnot,
vor Unwetter, Sturm und bitterem Brot.
Dass Glück und Friede hier drinnen wohnen,
und ernste Sorgen den Menschen verschonen!
_Frank-Richtspruch.jpg)
Und wie das Glas am Boden bricht,
so weiche Unglück aus dem Licht!
Geweiht sei dieser Bau zur Stund,
zersplittere Glas, im tiefen Grund
Scherben bringen Glück und Segen,
der Genossenschaft auf allen Wegen